Tag 0: Quatsch mit Soße

03.12.2018 00:49 Uhr

Alleine der Umstand, dass man sich überlegt, etwas sein zu lassen, verändert noch nichts. Es ist auch nicht innovativ oder gar konsequent, zu sagen, dass man auf digitale Zeitrauber verzichtet. Dieses Vorhaben hat …

Anekdote des Tages

Alleine der Umstand, dass man sich überlegt, etwas sein zu lassen, verändert noch nichts. Es ist auch nicht innovativ oder gar konsequent, zu sagen, dass man auf digitale Zeitrauber verzichtet. Dieses Vorhaben hat diesen Anspruch auch nicht. Es ist jedoch schön, endlich wieder Texte in einen Blog zu tippen und danach den PC (ja, ich sitze vor einem richtigen Monitor mit richtiger Tastatur) abzuschalten und weltlich gewöhnliche Dinge zu tun.

“28 days unsocial” ist nichts weiter als ein privates Vorhaben, mindestens 28 Tage lang auf überflüssige, überbewertete, überlebensunwichtige und über alle Maßen überemotionalisierte, zeitraubende Sachen zu verzichten.

Früher hing man vielleicht ein paar Stunden vor dem Monitor und dann war der Tag zu Ende, heute hat man das Internet ständig in der Hand und schenkt Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest oder LinkedIn seine Kraft.

Nicht von dieser Welt,

sie sind nur Kings in ihren Traum,

Traumschlössern ausgedacht

in einem Instagram-Account

Alles Models, Designer,

junge Möchtegern-Millionäre […]

Zitat: Savaş Yurderi

Savas hat Recht und er beschreibt es richtig. Alle (überstrapazierter Begriff) jagen die Klicks und Herzchen, aber was machen sie dann damit? Ausdrucken, an die Wand kleben? Wen interessiert es?

Was passiert in den 28 Tagen

Ich bin jetzt für 28 Tage aus diesem Sog raus. Das ist nicht wichtig, das ist nicht relevant, aber es tut gut. Wahrscheinlich folgt jeden Tag um 00:50 Uhr ein neuer Blogeintrag, vielleicht auch nicht, es hat keine Auswirkung auf dich als Leser oder die Welt ansich, aber für mich ist es befreiend.

Ich habe alle Apps, bis auf WhatsApp von meinem Handy verbannt. Das Gerät liegt im Flugmodus in der Jackentasche. Morgens und abends schreibe ich einige Nachrichten mit den Menschen, die ich nicht anders erreichen kann, die meisten rufe ich auf dem Weg zur und von der Arbeit an oder spreche persönlich. Am 4. Dezember 2018 geht’s los.

 

Zitat des Tages:
“Wenn du millionen Hände schüttelst, sind immer auch ein paar schmutzige dabei.” (Christian Dinse)

Musikstück des Tages:
“Let there be rock” (Tocotronic) bei VIVA Overdrive, 2009