Tag 6: Über Rotwein, Abwrackprämie, Aldi, Sido, Thees Uhlmann und Bushido

09.12.2018 00:50 Uhr

Als ich gestern Abend gerade bei Aldi zur Tür rein war, habe ich einen Anruf von einer guten Freundin in Hamburg erhalten. Durchs Telefonieren war ich unmittelbar verloren, ohne Chance, die benötigten, hochwertigen Waren ins Tragekörbchen zu packen, weil die Einkaufsliste natürlich hypermodern im Smartphone steckt. Mööp. Und für diesen Umstand habe ich IHR berechtigterweise den schwarzen Peter hingeschoben. Und zwar in der Form, sie möge mir bitte für den Sonntag-Blog-Beitrag (dieser hier) eine Idee liefern.

Als ich gestern Abend gerade bei Aldi zur Tür rein war, habe ich einen Anruf von einer guten Freundin in Hamburg erhalten. Durchs Telefonieren war ich unmittelbar verloren, ohne Chance, die benötigten, hochwertigen Waren ins Tragekörbchen zu packen, weil die Einkaufsliste natürlich hypermodern im Smartphone steckt. Mööp. Und für diesen Umstand habe ich IHR berechtigterweise den schwarzen Peter hingeschoben. Und zwar in der Form, sie möge mir bitte für den Sonntag-Blog-Beitrag (dieser hier) eine Idee liefern.

Ihre Stichworte:

  • Aldi – war klar
  • Alleinsein – sie saß gerade alleine auf dem Sofa
  • Rotwein – wir sind Mitte 30, alles klar?
  • Thees Uhlmann – Hamburg geht nicht ohne
  • Bushido – das kann sie nur selbst erklären

Meine Ergänzungen:

  • Sonntag
  • Sido – ich wollte Worte mit dem gleichen Buchstabe vorn und weil Sido (wie Bushido) auf “do” endet, wirkte es passend
  • Sonderangebote – Aldi, hö hö hö
  • Sammelstelle – der Blick schweifte am Pfandrücknahmeautomat vorbei

Und nun, liebe Leserinnen und Leser, das ist es jetzt:

Teil 1: Abwrackprämie in Theorie und Praxis

Bei Aldi, Alleinsein und Wein fällt mir immer nur eines ein: im DLF (Deutschlandfunk Radio) lief mal eine ausgezeichnete Sendung, die sich ironisch über die deutsche Freude bezüglich Abwrackprämie und Co. ausließ. In der Sendung phantasierte der Autor herum und erdachte höhnisch eine „Abwrackprämie für DSL“. Es wurde beschrieben, dass der gemeine Bürger zukünftig an zertifizierten Sammelstellen (gemeint waren die bekannten grauen Schaltkästen der Telekom, die überall am Straßenrand in den Städten stehen) alte Computer-Hardware abstellen kann, weil diese Hardware nach spätestens sechs Monaten ohnehin, jedenfalls laut Werbung, bereits sowas von hoffnungslos veraltet und unbrauchbar ist, das nur die Abschaffung und folgender Neukauf Sinn machen. Die abgestellten Geräte würden regelmäßig von den lokalen Entsorgern eingesammelt und kostenfrei entsorgt.

Problem in dieser erdachten Welt war jedoch, dass so viele Menschen das Angebot wahrnahmen, dass sich riesige Berge bildeten, die nicht handhabbar waren.

Und an dieser Stelle kommt jetzt mein lieber Thees Uhlmann ins Spiel. Warum? Nun, der erzählte mal eine passende Geschichte: “Das ist schon okay, dass ihr euch einen Flachbildschirm kauft, bei Aldi oder Rossmann oder wo auch immer. Aber könntet ihr bitte damit aufhören, eure hässlichen, tonnenschweren, grauen, alten Monitore auf die Straße zu stellen? Illegal Müll entsorgen nervt ja schon total, aber dann auch noch eure bekackten Zettel drauf zu kleben, auf denen steht: ‘Funktioniert noch!!!!!’. [Beschreibt es bildlich] – “Das ist so sacknervig … für jedes Ausrufezeichen gibt’s einen Fausthieb.”.        Danke Thees.

Teil 2: Erinnerung an einen Sonntag in Berlin, im Jahr 2011 (aus ‘RETROSPEKTIVE’)

“Natürlich ist die Zeit nicht stehen geblieben,
schau uns an. Es ist fünf Uhr nachts,
wir sind jetzt dreißig,
sitzen mit Martini in der Hand im Studio und
hören die ersten Aufnahmen vom
Sido/Bushido-Album „23“.
Eigentlich ist alles genau wie früher
in den Neunzigern, die Typen und
unsere Überzeugen die selben,
nur haben wir plötzlich einen
Bart und viel mehr Geld
auf dem Konto.”

——

Zitat des Tages

“Unwissenheit, die Basis von Philosophie.” (Torch, deutschsprachiger Rapper; bürgerlich Frederik Hahn)

Musikstück des Tages

WEST BERLIN von Die Sekte